title: NFTalkie-walkie red
year: 2024
src origin: link to asset
type: digital asset
size: responsive
type: HTML/CSS/JS & audio recording
audio: Hans Ulrich Reck
visual & code: Florian Kuhlmann
blockchain: Base (L2 Ethereum by Coinbase) -> Transfer ETH to Base Blockchain
HTML-basiertes audio web piece mit JavaScript, CSS animations und animated GIFs
‚NFTalkie Walkies‘ von Florian Kuhlmann und Hans Ulrich Reck
Hintergrund
Irgendwann nutzen Künstlerinnen und Kunsttheoretikerinnen jedes so genannte ’neue‘ Medium, versuchen, es sich nach ihren Gesichtspunkten einzurichten. Natürlich gibt es, gerade im Verbund von Künstlerinnen und ihren Galerien, auch den Impuls, in jedem neuen Medium Kunstwerke so zu verankern, dass Geld verdient wird, ein Mehrwert herausspringt, eine auf Mehrwert orientierte Ökonomie begründet werden kann.
Motiv und Anspruch hier
Für den experimentierenden Charakter oder Anspruch avancierter medial interessierter Künste steht das aber nicht in Vordergrund, auch wenn ein Kollateraleffekt des ökonomischen Mehrwerts keineswegs verachtet oder per se abgelehnt würde.
Es ist also hier ein Ausgangspunkt und ein Motiv, NFTs und Blockchain für die Präsentation von Kunst und ihrer theoretischen Thematisierung in vielfältigem Kontext zu nutzen. Das ist der Ausgangspunkt für die Debatte zwischen den Autoren, wie und was dafür realisiert werden könnte.
Was sind NFTs?
Normalerweise werden NFTs und Blockchains, wenn es um ‚Kunst‘ geht, eingerichtet für visuelle Unikate. Dabei gliedert Kunst sich ein in das Medium einer wachsenden Kryptoindustrie. ‚Non-fungible tokens (NFTs)‘ sind Unikate von Daten, die nicht getauscht werden können oder sollen. Der Ort ihrer Installierung wird durch einen Unikat-Erwerber genutzt als singuläre Behauptung des in der blockchain identifizierbaren Besitzes. Natürlich kann gekauft, verkauft, getauscht werden, aber der Ort ist zunächst unverwechselbar.
Nun gilt das allerdings bereits für die herkömmliche Sphäre der Kunstwerke. Jeder solche Ort und damit jedes an ihm platzierte Werk ist eineindeutig definierbar, also unverwechselbar. Gewiss ist auch das nicht neu und gilt auch für die herkömmliche Sphäre, in der Kunstwerke erworben, platziert, aufbewahrt werden. Weil keine zwei ‚Tokens‘ identisch sind, können sie auch nicht als Äquivalente berechnet und getauscht werden. Sie bemessen und machen bewertbar vorrangig die Authentizität des Besitzes digitalisierter Daten in der Blockchain.
Die Edition
Das Neue an der hier präsentierten Serie von Kuhlmann und Reck ist, dass es sich nicht um Bilder, sondern um Vorträge handelt, die so platziert und auch erworben werden können. Dabei haben die Autoren auf die Unikat-Ökonomie mit ihren horrenden Preisen verzichtet und bieten drei Vorträge als eine Edition in einem Format an, das man mit dem früheren Erwerb limitierter Ausgaben/ Pressungen von LPs oder CDs vergleichen kann.
Zugrundeliegt die Idee, dass Hans Ulrich Reck zu verschiedenen, in Künstlerkreisen oft und drängend gestellten und diskutierten Fragen Vorträge hält/ einspricht und Florian Kuhlmann diese mit einem Design versieht und in der Blockchain verankert.
Die Inhalte der Edition
Eben das ist jetzt geschehen. Und so zeigen die Autoren und diverse Veranstalter die Möglichkeit an, eine digital signierte Edition in der Blockchain zu je 20 € pro Einheit/ Vortrag zu erwerben.